Weidenzäune: alte Tradition in Pannonien

In die pannonische Landschaft geschaut, finden sich Kopfweiden an Bächen, Gräben oder an feuten Wiesen beziehungsweise Waldstücken. Menschen haben aus den speziellen biegsamen Weiden Körbe geflochten, Zäune geformt, Weidentriebe zum Festbinden von Birkenbesen oder zum Flechten von Brotkörben (bestehen aus Stroh + Weiden) fairwendelt. Heute wissen nur wenige Menschen um diese Handwerkskunst.

Kopfweiden 2008

Meistens sind Kopfweiden, so werden die ca. einen Meter hohen auf Kopf gesetzen Weidenstöcke genannt, vereinzelt anzufinden. So ein großes Feld, wie dieses hier, habe ich bis jetzt nur dieses eine Mal gesehen + bewundert. Da lebt die Korbflechttradition noch + handgemachte Kunstwerke (Körbe) können entstehen.

Weidenzaun direkt vor dem Haus 2008

Der Weidenzaun auf dem Foto wurde heuer frisch gefertig. Weidentriebe sind einjährige Triebe der Kopfweiden. Der Zaun sieht sehr stabil aus. Weidentriebe werden auch “Wiedeln” genannt.

Der Burgenländische Naturschutzbund machte 2004 - 2007 ein Projekt zur Erhaltung + Förderung der Kopfbäume. Im Zuge des Projekts wurde eine Bestandsaufnahme aller bestenden Kopfbäume (auch  Kopfweiden) gemacht. Es ist auch eine Wanderausstellung entstanden, die im Moment im  Mittelburgenland ruht. Wenn Sie diese sehen möchten oder einen Raum zur Verfügung stellen können,  wo diese untergebracht werden kann, stellt der Bgld. Naturschutzbund diese kostenlos zur Verfügung.

Ansprechpartnerin ist Frau Roth unter 0650/3006690 oder renate.roth@naturschutzbund.at

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